A gateway to the east
Engineering

A gateway to the east

Kirkenes eignet sich ideal zum beobachten des Polarlichts. Unabhängig von dieser Attraktion erscheint dieser markante norwegische Ort wie ein Endziel; das Ende einer langen Reise für Strassen und Fähren. Dennoch ist Kirkenes, das nur 10 Kilometer von Russland entfernt ist, als das "Tor zum Osten" bekannt. Die Renovierung der bestehenden E105 soll den Handel und die Zusammenarbeit zwischen den Nachbarländern erleichtern. Teil dieser Modernisierung ist der Bau der Bokfjordbrücke; der 120 Meter langen Stahlbogenbrücke über die norwegischen Fjorde, die Norwegen und Russland verbindet. Eine komplexe logistische Herausförderung für Wagenborg!

Das Projekt kurzgefasst

Nach der Montage in Willemshaven wurde die Brücke mithilfe von SPMTs auf die Wagenborg Barge 8 verladen.

Der Transport erreichte Kirkenes sicher nach einer Seereise von 17 Tagen, wobei aufgrund schlechter Wetterbedingungen auf See ein viertägiger Halt auf den Lofoten eingelegt werden musste.

Es wurden Pressensystem platziert, um die Brücke in Vorbereitung auf die Installation auf die richtige Höhe zu heben.

Vor der Flut wurde die Brücke mit den SPMTs um 90 Grad gedreht. Durch optimale Ausnutzung der abnehmenden Gezeiten in Verbindung mit der Beschwerung des Pontons verlief die Platzierung auf dem Fundament reibungslos.

Das Gesamtgewicht auf der Barge 8 betrug über 1.300 Tonnen, bestehend aus: SPMTs, Hilfskonstruktionen, Seebefestigungen und die Brücke selbst. Bereit für die offene See!

Bei der Ankunft in Kirkenes wurden alle Seebefestigungen durch Flussbefestigungen ersetzt

Die Wagenborg Barge 8 fährt auf dem Pasvik in Richtung Elvenes, wo der Ponton am Aufstellungsort vor Anker geht.

Der Moment der Wahrheit

In der riesigen schneebedeckten Fjordlandschaft von Kirkenes fällt die große Stahlbogenkonstruktion sofort ins Auge. Die Brücke befindet sich immer noch auf den SPMT (Self Propelled Modular Trailers) auf der Wagenborg Barge 8. Langsam bewegt sich der Ponton zu den Betonsäulen, wo die Stahlbogenbrücke aus deutscher Fertigung platziert wird. An Bord beobachten Männer in Overalls genau, wie sich die 120 Meter lange Konstruktion den Fundamenten nähert; Walkie-Talkies in der Hand, um jeden Zentimeter Bewegung mit ihren Kollegen an Land zu kommunizieren. Dies ist der Moment der Wahrheit", meint Marc Mazereeuw, Direktor von Wagenborg Towage. Wir haben die Flut auf unserer Seite und die SPMTs haben die Brücke bereits um 90 Grad gedreht. Unser nächster Schritt ist es, dem Ponton Gegengewicht zu verleihen, um die Brücke langsam abzusenken. Dies wird ein großartiges Projekt für Wagenborg. 

1.500 Meilen auf dem Meer

Die Stahlkonstruktion der Bøkfjordbrücke wurde segmentweise im Stahlbauwerk Schachtbau Nordhausen im Herzen Mitteldeutschlands hergestellt. Diese Segmente wurden in Teilen auf der Straße nach Wilhelmshaven transportiert, wo die Endmontage und Schweißung mehrere Monate dauerte. Die Stahlbogenbrücke ist Teil der neuen Verbindung über die norwegischen Bøkfjorde mit einer Gesamtlänge von 284 Metern.Die Entfernung von Wilhelmshaven nach Kirkenes beträgt etwa 1.500 Meilen“, erklärt Marc Mazereeuw. "Das ist eine sehr lange Reise. Um eine Beschädigung der Brücke zu verhindern, wurden nicht weniger als 100 Tonnen Stahl verwendet, um sie am Ponton zu verankern". 

760 Tonnen Stahl

In Wilhelmshaven wurden SPMTs eingesetzt, um die Bøkfjordbrücke von der Baustelle zum 100 Meter langen, 33 Meter breiten Ponton zu transportieren. Die einzigartigen Möglichkeiten der SPMTs machen sie besonders für diese Art von Schwertransporten geeignet. Die Räder können sich um 360 Grad und unabhängig voneinander drehen, illustriert Marc.Die SPMTs haben eine maximale Tragfähigkeit von 40 Tonnen pro Achse und können fernbedient werden. Zum Aufladen der Bøkfjord-Brücke verwendete Wagenborg zwei Sets mit 24 Achsen. Die SPMTs wurden mit speziell entwickelten Stützbalken ausgestattet, die die Brücke stützen. Mit den SPMTs, den Stützbalken, der Brücke und der Seebefestigung belief sich die Ladung der Wagenborg Barge 8 auf 1.300 Tonnen Stahl. 

Zufriedenstellende Seereise

Nach der Sicherung der Ladung verließ die Wagenborg Barge 8 Wilhemshaven Anfang Mai mit dem Schlepper „MTS Vanquish“, um die Reise nach Kirkenes in Norwegen anzutreten. Unter den gewünschten meteorologischen Bedingungen würde die Reise etwa 10 bis 12 Tage dauern“, erklärt Marc.Auf halber Strecke mussten wir auf den Lofoten Unterschlupf suchen, um dem schlechten Wetter zu entgehen. Sicherheit ist wirklich unsere oberste Priorität. 

 

Mitte Mai kam der Transport sicher in Kirkenes an, wo der Ponton am Kai andockte. Die Seebefestigung wurde entfernt und durch eine Flussbefestigung für den weiteren Transport auf dem Pasvik Fluss ersetzt. Mit Hilfe des Pressensystems wurde die Brücke in Vorbereitung auf die Installation auf den Bøkfjorden nivelliert. 

 

Einbau

Die Montage der Brücke ist in zwei Phasen unterteilt, die beide bei Flut durchgeführt werden. Marc erklärt: Gestern begannen wir, die Wagenborg Barge 8 fünfMeilen den Pasvik Fluss hinauf in Richtung Elvenes zu verlegen, wo wir den Ponton am Aufstellungsort anlegten."  Da der Pasvik einer starken Strömung und Gezeitenbewegung ausgesetzt ist, hat der Kunde gemeinsam mit Wagenborg daran gearbeitet, die Barge 8 mit speziellen Ankern auszustatten. Laut Marc: Heute haben wir den Ponton zwischen die beiden Pfeiler gezogen und grob verlegt. Kurz vor der Flut wurde die Brücke mit den SPMTs um 90 Grad gedreht, während sie noch auf dem Ponton stand. Dann nutzten wir ein 8-Punkt-Verankerungssystem, um die Position des Pontons zu verfeinern. Derzeit senken wir die Brücke, indem wir zum einen den Ponton beschweren und zum anderen die Ebbe nutzen. 

 

Die neue Bøkfjordbrücke wurde für den Verkehr eröffnet und im Herbst 2017 in Betrieb genommen. 

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