Megamove in Münster
Engineering

Megamove in Münster

Die Brückenspezialisten von Wagenborg Nedlift haben Mitte Juni viel Aufmerksamkeit erregt. Viele Einwohner von Münster kamen, um sich die Montage einer neuen Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal aus der Nähe anzusehen.

Rank und schlank

Von der alten Brücke an der Wolbeckerstraße, direkt neben der neu zu errichtenden Brücke, konnte das außergewöhnliche Schauspiel aus nächster Nähe beobachtet werden. Und es war wirklich etwas Besonderes! Zunächst einmal ist die Brücke selbst etwas Außergewöhnliches: eine schlanke, schmale Bogenbrücke, die symmetrisch aussieht, es aber nicht ist. Eine Brücke mit einem Dreh. Nicht nur ein Kunstwerk vom Design her, sondern auch von der Fertigung. Das Biegen der beiden Bögen erwies sich als technische Meisterleistung für Stahlbauspezialisten.

 

Aufgrund der technischen Komplexität der Brückenkonstruktion und der länger als erwarteten Vorbereitungszeit begann dieses Projekt später als geplant.

Wagenborg rot

Aber schließlich war es so weit: Die über 67 Meter lange und über 550 Tonnen schwere Spezialbogenbrücke wurde montiert. Für diesen Megamove hatte das Team von Wagenborg Nedlift eine Menge Material mitgebracht, darunter einen Ponton, das Modular Support System, Stützbalken, Mobilkrane, SPMTs, Pressensysteme und ein Schiebesystem.

 

Eine spezielle Kombination aus horizontaler und vertikaler Transporttechnik, entwickelt von den Ingenieuren von Wagenborg Engineering, konnte beginnen.

Heben, Fahren und Schieben

Die Montage der Brücke erfolgte Schritt für Schritt:

  • Anheben auf die richtige Höhe mit Hilfe von Kletterpressen.  
  • Unter der Rückseite der Brücke wurden SPMTs positioniert.
  • An der Vorderseite der Brücke wurden Stützbalken auf den Widerlagern angebracht, auf denen das Schiebesystem aufliegt. Die Brücke ruhte nun auf den SPMTs und dem Schiebesystem.
  • Auf dem Ponton wurde eine 4 Meter hohe Tragegerüste mit dem Modular Support System aufgebaut. Darauf wurden zwei Stützbalken von je 28 m Länge angebracht.
  • Die Balken auf dem Widerlager wurden mit den Balken auf dem Ponton verbunden.
  • Nun konnte der erste Teil des Schiebevorgangs beginnen und der vordere Teil der Brücke wurde mit Hilfe des Schiebesystems bis zur Mitte des Pontons geschoben.
  • Die Verbindung der Stützbalken wurde gelöst und der Ponton in Zusammenarbeit mit den SPMTs vorsichtig auf die gegenüberliegende Seite des Kanals bewegt.
  • Dort wurden die Stützbalken wieder mit den Balken auf dem Widerlager verbunden. 
  • ... und der Schiebevorgang konnte fortgesetzt werden, bis die Brücke über beiden Widerlagern positioniert war.
  • Zum Schluss wurde die Brücke bis zu den Widerlagern abgesenkt.

Sehen Sie sich hier die Projektbilder an!

Sehen Sie sich auch die WDR reportage von der Fundamentsetzung der Brücke an. 

Fast fertig?

Jetzt, da die neue Brücke errichtet wurde, werden die Zufahrtsstraßen weiter in Ordnung gebracht, danach wird die Brücke in Betrieb genommen. Aber damit ist die Arbeit noch nicht getan! Im nächsten Sommer wird die alte Brücke entfernt. Die alten Widerlager werden komplett neu aufgebaut und im Sommer 2022 wird die neue Brücke zur Seite geschoben, um an der Stelle der alten Brücke liegen zu können.

 

Es wird also noch einige Zeit dauern, aber die Geduld der Einwohner von Münster wird sicherlich belohnt werden!

Wagenborg und die Brücken von Münster

Die Brücke an der Wollbeckerstraße ist nicht die erste, die von Wagenborg montiert wird. Schon früher waren die Brückenspezialisten an der Brücke Schillerstraße zu finden. Auch „trockene“ Arbeiten sind für Wagenborg kein Problem: Im November 2020 wurde ein 2000 Tonnen schweres Eisenbahnviadukt auf der B481 an seinen Platz geschoben.

Lesen Sie hier mehr über das Projekt Schillerstrassebrücke:

Tauschgeschäft in Münster

Lesen Sie hier mehr über den Verschub einer 2000 Tonnen schweren Eisenbahbrücke: 

Neuer Schieberekord für Wagenborg Nedlift!

Dortmund-Ems-Kanal

Der Dortmund-Ems-Kanal verbindet das östliche Ruhrgebiet mit dem Seehafen von Emden. Er ist eine wichtige Transportachse im Westen von Deutschland. Zurzeit wird der Kanal erweitert und vertieft, um die Binnenschifffahrt auch für größere Schiffe zu ermöglichen.

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